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  Design: Grafik Krausz


REGENBOGENHAUS
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Länge: ca. 9 min
Größe: 12,5 MB
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Modem: ~30 min
ISDN:     ~26 min
chello/ADSL: ~3,5 min

Zum Betrachten benötigen Sie den DivX 5 Codec.
Kostenloser Download (Windows|Mac|Linux) unter http://www.divx.com/divx


Herzlichen Dank an Franz Sencnjak, dass er uns den Film zur Verfügung stellt.

Geschichte


Das Regenbogenhaus ist ein eingruppiger Kindergarten und eine einklassige Volksschule, sowie das Institut für Daseinspädagogik. Erhalter: "Verein Regenbogenschule - Verein zur Förderung alternativer Lehrmethoden" gegründet im März 1990, die Eltern sind Vereinsmitglieder. Erstes Schuljahr im Gebäude Gratkorn: 1992/93, Erhalt des Öffentlichkeitsrechts nach dem Glockseelehrplan mit Herbst 1995. Herbst 2004: Umzug des Regenbogenhauses nach Graz-Andritz.



Leitbild


Das Regenbogenhaus bietet eine andere Möglichkeit des Lernens und zwar auf der Grundlage von neurobiologischen Erkenntnissen. Es bietet für 15 Kinder unter sechs Jahren und für 25 Kinder von sechs bis 11 Jahren eine "vorbereitete Umgebung" drinnen und draußen. Mit Abschluss der vierten Schulstufe wechseln Regenbogenkinder in verschiedene weiterführende Schulen. Die Elternmitarbeit ist im abgesprochenem Rahmen erwünscht, das Lernen und Leben zuhause ist dem Lernansatz im Regenbogenhaus ähnlich. Kindergarten und Schule arbeiten eng zusammen. Es ist erwünscht, dass Regebogenkinder die Kindergarten- und Volksschulzeit im Haus bleiben können.
Für die Eltern gibt es im Rahmen des Instituts Fortbildungsmöglichkeiten und Schnuppermöglichkeiten alleine und zusammen mit ihren Kindern, vor allem die Knotzelstuben am Nachmittag.



Unterricht, Methodik, Didaktik


Zahlreiche Untersuchungen haben ergeben, dass Kinder in den ersten zehn Lebensjahren zuerst sensomotorisch und danach operativ lernen. Formales Lernen und verpflichtendes Gruppenangebot kann erst ab zirka sieben Jahren verstanden werden. Deshalb stärken wir Kinder zuerst in ihrem Ich, später in der Zusammenarbeit mit dem Du und erst in der SchülerInnengruppe mit einem Wir.
Die Pädagogen im Haus sind also für die ersten sieben Jahre vor allem Begleiter bei der Aneignung individueller Fähigkeiten und Fertigkeiten.
Die Anforderung des Hauses "Ich entscheide mich" ist umso schwerer, je jünger die Kinder sind und je mehr sie es bereits gewohnt sind, manipuliert zu werden.
Die beiden Hausgesetzte "Ich tu niemandem weh" und "Ich räum weg" sind der Übungsboden für prozessorientiertes Lernen und Konfliktlösungen vor allem ab ca. sieben Jahren.



Aushandlungen für die Jüngsten im Regenbogenhaus


  • Sie entscheiden sich für ihr Arbeiten draußen oder drinnen.
  • Sie tun niemandem weh.
  • Sie räumen wieder weg.
  • Das Abschiednehmen von ihren Bezugspersonen erfolgt bewusst.
  • Die Jausenpause um 10 Uhr dient der Befriedigung von Hunger und Durst und hilft, die Halbzeit des Vormittags zu erspüren.
  • Für die tägliche Jause haben sie ein Steingut oder Tongeschirr, das sie selber abwaschen, abtrocknen und auf eine Jausenstellage stellen.
  • Jegliches Angebot ( Lied, Geschichte, Spiel)der Pädagogen ist für sie freiwillig.
  • Mit Erreichen des sechsten Geburtstages können sie im ganzen Haus spielen.
  • Dinge von zuhause nehmen sie nur freitags mit.
  • Die Jause von zuhause ist mundgerechtes Obst und Gemüse und ein Mischbrot. Süßigkeiten, Getränke und Salzgebäck essen sie nicht bei der Regenbogenhausjause.
  • Jeden zweiten Freitag bekommen sie, weil unsere Native Speakerin auch da ist, english breakfast.
  • Für das Spielen draußen haben sie Draußenschuhe und eine Überhose, sowie Reservegewand im Regenbogenhaus. Sie sind täglich wettergemäß ausgerüstet.
  • Wenn sie fünf Jahre alt sind, dürfen sie "Zündlmeister" sein.

Aushandlungen für die SchülerInnen im Regenbogenhaus


  • Sie entscheiden sich im Rahmen der beiden Hausgesetze "Ich tu niemanden weh" und "Ich räum wieder weg" für ihr Arbeit draußen oder drinnen.
  • Die Pädagogen zeigen ihnen Fähigkeiten und Fertigkeiten vor und sind für sie die Vermittler von Sachinhalten. Die Pädagogen begleiten Lernprozesse und Konfliktlösungen bei Gruppen.
  • Sie haben immer Unterricht, und zwar jahrgangsübergreifend.
  • Die Jausenpause um 10 Uhr dient der Befriedigung von Hunger und Durst und teilt den Vormittag in zwei Halbzeiten. Für die Jause haben sie ein Steingut oder Tongeschirr, das sie selber abwaschen, abtrocknen und auf eine Stellage stellen.
  • Mindestens jeden zweiten Dienstag sind die, die sieben Jahre alt sind, zum "Indianerrat" verpflichtet. Ein gruppendynamischer Input (Spiel, Lied, Stilleübung) wird als Einstimmung gesetzt, danach werden Anträge behandelt. Es sind dies Projekte, Ausflüge, Aushandlungen, Beschwerden, Wünsche. Moderator und Protokollfürhrer ist jeweils ein Pädagoge, Kompromisslösungen werden angestrebt.
  • Am Freitag können Dinge von zuhause (Sammlungen, Spielzeug, ...) oder selbst Erfundenes vorgezeigt und besprochen werden. Auch die Pädagogen präsentieren Lern- und Spielmaterialien bei diesem freiwilligen Angebot "Freitagrunde".
  • Für das Lernen draußen haben sie Draußenschuhe und ein Reservegewand im Regenbogenhaus.
  • Sie haben eine Pflanze von zu Hause im Regenbogenhaus und pflegen diese auch.
  • Die Jause von zu Hause ist Obst oder Gemüse und Mischbrot. Getränke, Süßigkeiten und Salzgebäck essen sie nicht bei der Regenbogenhausjause. Jeden zweiten Freitag, wenn unsere English Speakerin da ist, gibt es english breakfast, das sie sich selbst zubereiten.
  • Jeden Montag haben sie die Möglichkeit, im Hallenbad des Bischöflichen Gymnasiums schwimmen zu gehen. Wir fahren gemeinsam mit der Straßenbahn hin und zurück. Zusätzlich zur Straßenbahnfahrt zahlen sie für die Schwimmhalle 2 Euro.
  • In der vierten Schulstufe haben sie an zwei Vormittagen 45 Minuten lang einen verpflichtenden "Crashkurs" in Deutsch und Mathematik. Sie bekommen eine Hausübung für die Woche und arbeiten auf ein Ziffernzeugnis hin. Es gibt Probeschularbeiten und im zweiten Semester Schularbeiten aus Deutsch und Mathematik.



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